Teurer

CDU/CSU erkundigt sich nach Ökosteuer

In einer "Kleinen Anfrage" erkundigt sich die CDU/CSU-Fraktion über die weitere Erhöhung der Ökosteuer zum Januar 2002.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die weitere Erhöhung der Ökosteuer ab 1. Januar 2002 hat die CDU/CSU-Fraktion zum Gegenstand einer Kleinen Anfrage (Bundestagsdrucksache 14/7877) im Bundestag gemacht. Die Mineralölsteuer wird um sechs Pfennig bei Benzin und Diesel steigen, hinzu kommt die seit 1. November dieses Jahres eingeführte Schwefelsteuer mit drei Pfennigen. Die Stromsteuer steigt um einen weiteren halben Pfennig auf 3,5 Pfennig pro Kilowattstunde.

Die Fraktion hat die Regierung aufgefordert, die Belastungen pro Kilowattstunde aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz bei den Tarifkunden ab nächstem Jahr benennen und sagen, wie diese Belastungen jährlich von 2003 bis 2010 wachsen werden. Die Fraktion will ferner wissen, wie hoch der Anteil der Ökosteuer an einem Beitragspunkt der Rentenversicherung ist und um wie viele Prozentpunkte der Rentenversicherungsbeitrag jährlich bis 2010 sinken werde. Darüber hinaus soll die Regierung Aussagen darüber machen, wie hoch die Ausgaben für Investitionen in Erneuerbare Energien im Zeitraum von 1999 bis 2002 jährlich sind. Die Belastung der kleinen im Vergleich zu den großen Verbrauchern interessiert die Abgeordneten ebenso wie die Investitionskosten beim Ausbau der Windenergiegewinnung im Meer (Offshore). Schließlich wird gefragt, ob die Regierung einen Ausgleich für die Wirtschaft plant, wenn diese sich im Rahmen des Ökosteuergesetzes einer Selbstverpflichtung unterwerfe.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostromrechner

    Kabinett segnet Ökostrom-Reform ab

    Wie geht es weiter mit dem Ökostrom-Ausbau in Deutschland? Lange konnten sich Bund und Länder nicht einigen, aber nun hat sich die EEG-Reform auch ihren Weg durch das Bundeskabinett gebahnt.

  • Strom- und Gaspreise

    Niedrige Energiekosten entlasten Verbraucher

    Der Ölpreis ist erneut gesunken und das macht sich besonders beim Heizöl und auch an den Tankstellen bemerkbar. Aber auch Gas ist günstiger geworden und zum ersten Mal in diesem Jahrtausend ist auch der Strompreis nicht weiter gestiegen.

  • Hochspannungsmasten

    BEE: Elektrizitätswirtschaft manipuliert Strompreise

    Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) ist überzeugt davon, dass der VDEW die Stromversorger zu unbegründeten Preiserhöhungen anstiftet. Dies ginge aus den neuesten Darstellungen des Verbandes hervor.

  • Energieversorung

    2002: Stromrechnung steigt weiter

    Durch die Erhöhung der Ökosteuer und die zusätzlichen Belastungen durch EEG- und KWKG-Abgaben steigen die Stromrechnungen in Deutschland in 2002 um etwa sechs Prozent.

  • Stromtarife

    BEE und UVS: Klimaschutz ist Wirtschaftsförderung

    Der Bundesverband Erneuerbarer Energien und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft kritisierten die Darstellung der Kosten für erneuerbare Energien im Energiebericht des Wirtschaftsministers. Deutschland dürfe seine technologische Vorreiterrolle in diesem Bereich nicht aufs Spiel setzen.

Top