Kleine Anfrage

CDU/CSU erkundigt sich nach Kosten der Kohlendioxid-Vermeidung

Die Kosten für die Vermeidung des Ausstoßes von Kohlendioxid interessieren die CDU/CSU in einer "Kleinen Anfrage" (Bundestagsdrucksache 15/1542). Die Fraktion schreibt, im Rahmen einer nachhaltigen Klimaschutzpolitik müsse in Zukunft auch darauf geachtet werden, mit welchen Mitteln und Instrumenten der Ausstoß von Kohlendioxid effizient verringert werden kann.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Dabei müssten die Kohlendioxid-Vermeidungskosten stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. So gebe es in den unterschiedlichsten Bereichen erhebliche Potenziale zu deutlichen Effizienzsteigerungen, die oft durch deutlich geringere Vermeidungskosten erreicht werden könnten. Die Regierung soll unter anderem erklären, ob sie das selbst gesteckte Ziel, den Ausstoß von Kohlendioxid bis zum Jahre 2005 um 25 Prozent zu reduzieren, verfehlen wird. Auch soll die Regierung die Potenziale der Windkraft, der Fotovoltaik, der Wasserkraft, der Biomasse und der Geothermik mit Blick auf die Klimaschutzziele einschätzen.

Zudem geht es um den Stellenwert der Vermeidungskosten bei einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und um die Frage, ob die Kohlendioxid-Vermeidungskosten bei der Höhe der Vergütung für Einspeisungen im Rahmen des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes berücksichtigt werden. Schließlich soll die Regierung sich dazu äußern, ob die geplante Reduzierung des Ausstoßes von Kohlendioxid höhere Energiekosten für die Verbraucher zur Folge haben wird.

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