Seeweg favorisiert

Castortransporte: Saarland kritisiert Trittin

Der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf kritisierte, dass Castoren aus norddeutschen Kernkraftwerken durch halb Westeuropa gefahren werden. Seiner Meinung nach, sei eine Direktverschiffung sinnvoller gewesen. Zudem warf er Umweltminister Trittin vor, nach wahlkampftaktischen Überlegungen gehandelt zu haben.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

In Zusammenhang mit den aktuellen Castortransporten durch das Saarland übt der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf heftige Kritik an Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne): "Es ist absolut unverständlich, dass die Castoren aus norddeutschen Kernkraftwerken durch halb Westeuropa gefahren werden. Die Direktverschiffung von Norddeutschland nach Sellafield wäre viel sinnvoller, weil umweltschonender und sicherheitstechnisch einfacher." Eine entsprechende Forderung hatte der saarländische Umweltminister bereits vor zwei Jahren an Trittin gerichtet.

Kritisiert wird von Mörsdorf auch der Zeitpunkt des jetzt durchgeführten Castor-Transports. "Es ist mehr als erstaunlich, dass Trittin vor den Bundestagswahlen keine Transporte genehmigt hat, der Bundesumweltminister jetzt aber kurz nach der Wahl einen der größten Castor-Transporte aller Zeiten auf's Gleis setzt." Es sei offensichtlich, so Mörsdorf, dass bei Trittin wahlkampftaktische Überlegungen Vorrang vor einer geordneten und sicheren Entsorgung von Kernkraftwerken hätten.

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