Castor-Transporte: Polizei fordert mehr Sicherheit

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Nachdem das Bundesamt für Strahlenschutz Ende Januar fünf Transporte von radioaktiven Brennelementen ins Zwischenlager Ahaus genehmigt hat, beginnen jetzt langsam die Vorbereitungen der Polizei. Aus diesem Grund hat die Polizeigewerkschaft die Bundesregierung zu einem "Aktionsbündnis Sicherheit bei Castor-Transporten" aufgefordert. Dieses Bündnis sollte allen Beteiligten schon im Vorfeld die Möglichkeit bieten, miteinander zu sprechen. Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Gerhard Vogler sah es als eine der wichtigsten Voraussetzungen an, dass die Transporte nicht durch eine Blockade der Gleise behindert würden. "Man kann auch in 500 Meter Entfernung protestieren", sagte er. Gleichzeitig stellte er klar, dass Transporte erst dann wieder stattfinden würden, wenn von ihnen keinerlei Gefährdung für die Polizeikräfte und die Bevölkerung ausginge.


Die vergangenen Castor-Transporte wurden von bis zu 30 000 Polizei- und Sicherheitsbeamten begleitet. Da jedoch im Herbst dieses Jahres auch die Weltausstellung "EXPO" gesichert werden muss, könnte es schwierig werden, ausreichend Einsatzkräfte abstellen zu können. Vogler befürchtet einen "Kollaps der Polizei".

Das könnte Sie auch interessieren
Top