Qualität sichern

BWE standardisiert Wind-Gutachten

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hat die technischen Richtlinien der Fördergesellschaft Windenergie sowie die bisherigen BWE-Mindeststandards für Windgutachten weiterentwickelt und einen einheitlichen Standard erarbeitet. Damit soll die Qualität von Windgutachten verbessert werden.

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Osnabrück (red) - Die Frage, wie viel Wind an einem bestimmten Standort weht, ist entscheidend für den Ertrag eines Windparks und somit für die Investoren. Ein Windparkbetreiber braucht daher ein stichhaltiges Gutachten über die Windverhältnisse am geplanten Standort. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hat nun die technischen Richtlinien der Fördergesellschaft Windenergie sowie die bisherigen BWE-Mindeststandards für Windgutachten weiterentwickelt und einen einheitlichen Standard erarbeitet.

"Damit wird die Qualität von Windgutachten und somit auch die Qualität der Projekte verbessert", erläuterte die Vorsitzende des BWE-Beirats für Windgutachten Daniela Jacobs in dieser Woche. "Windgutachten und auch einzelne Daten lassen sich so in Zukunft besser vergleichen." Der Kunde könne prüfen, ob im Windgutachten alle wesentlichen Daten enthalten sind.

"Nur wer sich an die Standards des BWE hält, wird in Zukunft auf dem Windgutachtermarkt akzeptiert werden", sieht Jacobs voraus. Damit will der BWE auch einen Grundstein für eine Qualitätskontrolle auf dem internationalen Markt setzen, denn im Ausland gebe es bislang keine vergleichbaren Vorgaben für Windgutachten.

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