Sauber!

BWE-Präsident Ahmels: "Ausbau der Windkraft ist praktizierter Klimaschutz"

Der Bundesverband WindEnergie fordert vor dem Hintergrund der anstehenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) stabile Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Windenergie. Denn um effektiv Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden, sei die Windenergie eine der günstigsten und am schnellsten umsetzbaren Optionen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Ende Juni 2003 in Deutschland installierten Windkraft-Anlagen können nach aktuellen Berechnungen des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) jährlich knapp 24,5 Milliarden Kilowattstunden Strom produzieren. Damit vermeiden sie gegenüber der Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken pro Jahr etwa 20 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen - in erster Linie Kohlendioxyd. Darauf weist der Bundesverband WindEnergie jetzt erneut hin.

Nach dem Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz und dem innerhalb der EU vereinbarten "burden sharing" ist Deutschland verpflichtet, seine Treibhausgas-Emissionen bis 2012 um 21 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Wenn die Windstrom-Menge bis 2010 auf 50 Milliarden Kilowattstunden verdoppelt werden könnte, könne sie gemeinsam mit den anderen erneuerbaren Energien einen entsprechend größeren Teil zum Klimaschutz beitragen. Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie: "Die aktuelle Dürre und der Jahrestag der Jahrhundertflut sollten jedem klar gemacht haben, dass die Warnung vor katastrophalen Klimaveränderungen keine akademische Diskussion ist. Ohne die Windenergie würden 20 Millionen Tonnen mehr Klimagifte in Deutschland in die Luft geblasen. Ihr Ausbau ist praktizierter Klimaschutz."

Vor dem Hintergrund der anstehenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fordert Ahmels daher stabile Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Windenergie: "Wir erleben derzeit eine breit angelegte Kampagne der etablierten Energiekonzerne gegen die saubere, aber ungeliebte Konkurrenz. Die Politik darf sich von falschen Zahlen und schiefen Vergleichen nicht beirren lassen. Um effektiv Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden, ist die Windenergie eine der günstigsten und am schnellsten umsetzbaren Optionen."

Das könnte Sie auch interessieren
  • München

    Oktoberfest: Riesiger Strombedarf wird mit Ökoenergie gedeckt

    Auf dem Münchener Oktoberfest verbrauchen Fahrgeschäfte und Buden die Strommenge einer Kleinstadt. Immerhin: Seit 2012 wird für die Energieversorgung ausschließlich Ökostrom und -gas bereitgestellt.

  • Energiewirtschaft

    Industrie wird weiterhin bei Ökostrom-Umlage verschont

    Die deutsche Industrie wird auch in der Zukunft von der Ökostrom-Abgabe weitestgehend befreit bleiben. Nach langen Diskussionen konnten sich die EU-Kommission und die Bundesregierung aufeinander abstimmen.

  • Strompreise

    BDI: Wettbewerbsfähige Stromversorgung auch zukünftig sicherstellen

    Umwelt- und Klimaschutz seien notwendig und würden von der Industrie sehr ernst genommen. Aber es müsse gleichfalls zur Kenntnis genommen werden, dass fossile Energieträger auf lange Sicht in der Energieversorgung dominierend bleiben werden. Mit diesen Worten mischte sich heute der Bundesverband der deutschen Industrie in die Diskussion um die zukünftige Energieversorgung.

  • Strom sparen

    Bayern: Hitze führt zu mehr Strom aus Sonnenenergie

    Das sonnige Frühjahr und der bisher heiße Sommer haben die Stromerzeugung aus Sonnenenergie in Bayern kräftig gefördert. Die Steigerung beim Sonnenstrom liegt gegenüber dem Vorjahr bei knapp 30 Prozent, schätzt der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW). Rückläufig hingegen ist die Stromerzeugung aus Wasserkraft.

  • Strompreise

    BWE-Präsident Ahmels: "Windenergie macht auch im Binnenland Sinn"

    Der Präsident des Bundesverbands Windenergie, Dr. Peter Ahmels, hat einen Beitrag der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" stark kritisiert. Die Darstellung, dass Windparks auch an Standorten gebaut würden, wo kein Wind weht, entbehre jeder Grundlage. Genauso falsch sei es, Regionen wie Sachsen-Anhalt oder Rheinland-Pfalz als windarm darzustellen.

Top