Bundesweite Initiative zur Unterstützung des europäischen GEA-Energielabels für energieeffiziente Büroelektronikgeräte

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Betrachtet man den Energieverbrauch der wichtigsten Bürogeräte in einem typischen Büro mit 20 Computerarbeitsplätzen und vergleicht ihn mit dem Energieverbrauch eines Büros, das genau so viele Arbeitsplätze hat, aber hinsichtlich seines Energieverbrauches optimiert wurde, so sind Einsparungen von über 70 Prozent der elektrischen Energie, d.h. etwa 9460 Kilowattstunden pro Jahr, möglich. Bei einem Strompreis von 0,25 DM/kWh belaufen sich die finanziellen Einsparpotenziale allein in einem Großraumbüro auf über 2350 DM jährlich. Würden die Einkäufer von Unternehmen und Kommunen bei Neuanschaffungen das strenge europäische GEA-Energielabel für energieeffiziente Büroelektronikgeräte systematisch berücksichtigen, könnten sie enorme Potenziale erschließen und sich darüber hinaus öffentlichkeitswirksam bei der Gemeinschaft Energielabel Deutschland (GED) auf der Liste der Fortschrittlichen Einkäufer registrieren lassen. Der Blick auf die Liste im Internet zeigt jedoch: Der energiebewusste Fortschrittliche Einkäufer ist noch selten.


Das europaweit als anspruchsvoll anerkannte GEA-Energielabel der "Group for Efficient Appliances" kennzeichnet besonders energieeffiziente Geräte aus den Bereichen der Informations- und Unterhaltungselektronik, wie z.B. PC's, Monitore, Drucker, Kopierer, Fernseher, Videorekorder und DVD-Player. Die ausgezeichneten Geräte - etwa 20 bis 30 Prozent der jeweiligen Produktgruppe - haben geringe Stand-by-Verluste und verursachen aufgrund ihrer überdurchschnittlich hohen Energieeffizienz niedrige Betriebskosten. Die Gemeinschaft Energielabel Deutschland, der verschiedene Organisationen aus der gesamten Bundesrepublik wie beispielsweise die Energieagentur NRW angehören, hat sich zum Ziel gesetzt, das GEA-Energielabel bundesweit als Erkennungszeichen und Einkaufskriterium zu etablieren: Zum einen legt die GED für die Auszeichnung in den einzelnen Gerätegruppen in enger Zusammenarbeit mit den Herstellerverbänden jährlich neue Grenzwerte für die Auszeichnung fest. Zum anderen benötigt das Energielabel die aktive Mitarbeit von Entscheidungsträgern in Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen und Organisationen sowie privaten Haushalten. Weitere Informationen unter www.energielabel.de.

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