Kurzsichtig

Bundesverband WindEnergie: Teufel versagt bei zukunftsfähiger Energiepolitik

Der Landesverband WindEnergie in Baden-Württemberg zeigt sich von der Vorgehensweise des Ministerpräsidenten enttäuscht. Er will den Ausbau der Windkraft stärker einschränken.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

"Schon in den letzten Jahren hat Baden-Württemberg beim Ausbau erneuerbarer Energien Terrain verloren. Die Förderung der Landesregierung wurde auf ein Niveau zusammengestrichen, dass drastisch unter dem anderer Bundesländer wie Bayern und Nordrhein-Westfalen liegt. In einer neuen Meldung gibt der Ministerpräsident bekannt, dass er den Ausbau der Windenergie noch stärker einschränken will und behauptet, auf einer Linie mit den Naturschutzverbänden zu liegen." Mit diesem Worten kommentierte der Bundesverband WindEnergie die aktuellen Entwicklungen in Baden-Württemberg.

Umwelt- und Naturschutzverbände wie der Landesnaturschutzverband, der BUND, der NABU und Greenpeace seien ebenso wie der Bundesverband WindEnergie zum Spitzengespräch im Staatsministerium nicht eingeladen gewesen. Sie alle fordern eine wesentlich stärkere Nutzung aller erneuerbarer Energien. Die Windenergie soll dabei erheblich, aber geordnet ausgebaut werden. Kleine Gruppen von leistungsstarken Anlagen, die sich gut ins Landschaftsbild einfügen und erhebliche Mengen sauberen Stroms produzieren können, bestimmen das Leitbild dieser Verbände. Über das Vorgehensweise des Ministerpräsidenten zeigen sie sich enttäuscht: "Der Ministerpräsident ignoriert die verheerenden Auswirkungen der heutigen Energieversorgung auf die Umwelt und das Landschaftsbild ebenso wie den bedeutenden Beitrag, den die Windenergie im Mix der erneuerbaren Energien erbringen kann." Der Aufruf zu einer noch restriktiveren Genehmigungspraxis gleiche dem Aufruf zum Rechtsbruch. Um Windmühlen zu verhindern, hätten Teile der baden-württembergischen Verwaltung schon bisher mit abenteuerlichen Begründungen - wie etwa der Gefährdung des nicht-vorhandenen Steinadlers oder der optischen Konkurrenz zu einem unterirdischen Kulturdenkmal - Bundesrecht nicht nur in Einzelfällen unverständlich angewandt, argumentiert der Verband.

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