Anonyme Vorwürfe

Bundesumweltministerium fordert Bericht zu Isar I

In einem anonymen Brief an den TÜV werden zwei Mitarbeiter des E.ON-Atomkraftwerks Isar I der Urkundenfälschung bezichtigt. Umweltminister Trittin forderte einen ausführlichen Bericht. Zudem soll das derzeit zur Revision abgeschaltete Werk erst nach Klärung der Vorfälle wieder ans Netz gehen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Ankündigung von E.ON begrüßt, das zur Zeit wegen Revision abgeschaltete Atomkraftwerk Isar 1 erst nach Klärung der anonymen Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Unternehmens wieder ans Netz gehen zu lassen. Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft Landshut wegen Urkundenfälschung.

Zur Erstellung eines TÜV-Gutachtens sollen wichtige Unterlagen verändert worden sein. In einem anonymen Schreiben an den TÜV werden zwei Mitarbeiter beschuldigt, Unterlagen zurückgehalten und nur unvollständig weitergeleitet zu haben. Trittin bat die bayerische Atomaufsicht um umfassende Unterrichtung über den Vorgang. Es müsse nachprüfbar sichergestellt sein, dass der Sachverhalt vollständig aufgeklärt ist, bevor der Reaktor wieder in Betrieb genommen werde. Er erwarte einen ausführlichen Bericht über die von der Landesaufsicht veranlassten Maßnahmen und über die Ergebnisse der eingeleiteten Untersuchungen, teilte Trittin dem bayerischen Umweltministerium mit. Er behalte sich vor dem Wiederanfahren des Reaktors hinreichend Zeit zur Prüfung des Berichts vor.

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