Bundesumweltministerium begrüßt Verbände-Vorschlag zum KWK-Ausbau

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüsst den Vorschlag mehrerer Verbände für einen Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Das heute von der Gewerkschaft ÖTV, dem Verband kommunaler Unternehmen (VkU), dem Deutschen Städtetag (DST) und dem Fachverband Kraftmaschinen im VDMA vorgelegte Konzept biete Industrie und Kommunen eine klare Grundlage für ihre Investitionsentscheidungen, sagte Trittin. Zwar halte er das Zertifikatshandelsmodell nach wie vor für die "marktwirtschaftlichste und kostengünstigste aller zu Auswahl stehenden Lösungen". Doch sei auch das Konzept der Verbände in der Lage, der Kraft-Wärme-Kopplung eine verlässliche Perspektive zu geben und den Anteil dieser besonders umwelt- und ressourcenschonenden Technologie innerhalb der kommenden zehn Jahre zu verdoppeln.


Die von den Verbänden vorgelegten Eckpunkte sehen sowohl die Erhaltung und Modernisierung der heutigen ökologisch effizienten KWK-Kapazitäten als auch den Zubau neuer Anlagen vor. Dies soll durch die befristete Zahlung einer gestaffelten Zusatzvergütung für KWK-Strom erreicht werden. Dieser Bonus soll jedoch nur solchen KWK-Anlagen zugute kommen, die exakt festgelegte Mindesteffizienzkriterien erfüllen. Nach dem Vorschlag der Verbände erfolgt die Finanzierung durch eine gesetzliche Umlageregelung. Ein anspruchsvolles Monitoring überwacht die Einhaltung der Zielsetzung. Wird das Ziel erkennbar verfehlt, greifen spürbare Sanktionsmaßnahmen. Für diesen Eventualfall wird nach den Vorstellungen der Initiatoren ein umsetzungsreifes Gesetz zur Einführung eines Zertifikatshandelsmodells vorbereitet.


Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Wichtig ist aus Gründen des Klimaschutzes, dass nicht nur der ökologisch effiziente KWK-Bestand ersetzt und modernisiert wird, sondern dass auch möglichst zahlreich hoch effiziente Heizkraftwerke gebaut werden. Klimaschutz und Energiewende bedürfen solcher zukunftsorientierter Techniken."

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