Standpunkt

Bundestagsabgeordneter Berg: SWM müssen Strompreiserhöhung transparent begründen

Der Münchner Bundestagsabgeordnete und Energiepolitiker, Dr. Axel Berg, ärgert sich darüber, dass die Stadtwerke München die für Juni angekündigten Strompreiserhöhungen mit den gestiegenen Abgaben begründen. Der ökologische Anspruch des Unternehmens sollte eine derartige Polemik nicht zulassen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

"Die Stadtwerke München sind nicht irgendein Energieversorgungsunternehmen, Preiserhöhungen müssen deshalb transparent begründet werden." Mit diesen Worten reagiert der Münchner Bundestagsabgeordnete und Energiepolitiker, Dr. Axel Berg, auf die angekündigten Preissprünge am Münchner Strommarkt.

Berg stellt den Stadtwerken insgesamt ein durchaus positives Zeugnis aus: "Das Windrad in Fröttmaning ist auch symbolisches Aushängeschild für vorbildliches Engagement in Sachen erneuerbare Energien und Energieeffizienz." Dennoch ärgert sich der Münchner SPD-Bundestagsabgeordnete darüber, dass sogar bei den SWM für die Strompreiserhöhungen - wie schon Anfang 2000 - gerade die ökologischen Maßnahmen verantwortlich gemacht werden. "Bei dem ökologischen Anspruch der Stadtwerke finde ich es deplatziert, dass sich München einfach der unhaltbaren Linie der anderen Stromversorger anpasst", argumentiert der Energiepolitiker.

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