Ratifizierung

Bundestag stimmt Beitritt zur Öko-Energieagentur Irena zu

Der Bundestag hat mit den Stimmen aller Fraktionen das Statut der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (Irena) angenommen. Ende Juni wird in Ägypten darüber entschieden, wo die Agentur ihren Sitz haben und wer sie leiten wird.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - 75 Staaten hatten am 26. Januar dieses Jahres in Bonn Irena aus der Taufe gehoben. Mittlerweile ist die Zahl der Mitgliedsstaaten auf 83 angewachsen. Zu den Unterzeichnern zählen neben Deutschland, Spanien und Dänemark, die gemeinsam die Gründung vorangetrieben hatten, unter anderem: Indien, Frankreich, die skandinavischen Länder, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Südkorea, Chile, Kolumbien, Argentinien, Nigeria und Kenia. Australien will in den nächsten Tagen seine Mitgliedschaft erklären.

Bei der nächsten Versammlung aller Irena-Unterzeichnerstaaten am 29. und 30. Juni in Sharm El Sheik (Ägypten) wird entschieden, in welchem Land die Agentur ihren Sitz haben und wer die Agentur leiten wird. Deutschland bewirbt sich mit der Bundesstadt Bonn um den Sitz und tritt gegen Abu Dhabi, Kopenhagen und Wien an. Um den Vorsitz von Irena bewerben sich vier Personen.

Irena soll vor allem die Regierungen dabei beraten, wie sie die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien optimal nutzen. Die Hilfen reichen dabei von technischen Fragen bis zur möglichen Finanzierung von Projekten. Ein Schwerpunkt wird auch darin liegen, den Einsatz neuer Technologien in Entwicklungsländern zu unterstützen.

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