Aktionsplan

Bundesregierung will Nutzung nachwachsender Rohstoffe vorantreiben

Die Bundesregierung will die verstärkte Nutzung umwelt- und klimafreundlicher nachwachsender Rohstoffe voranbringen. Das Bundeskabinett beschloss dazu am Mittwoch einen Aktionsplan zur sogenannten stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Mit dem Aktionsplan solle der Biomasseanteil bei der Rohstoffversorgung in Deutschland dauerhaft gesteigert werden, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Das Papier soll den schon im April erarbeiteten Biomasse-Aktionsplan ergänzen, der sich auf die energetische Nutzung der nachwachsenden Rohstoffe konzentriert.

Beispiele für eine stoffliche Nutzung der Rohstoffe sind zum Beispiel Naturdämmstoffe und andere Baumaterialien oder die Herstellung von Autoteilen aus Flachs. Sie können außerdem für Arzneimittel, Chemikalien oder Kunststoffe verwendet werden. Die energetische Nutzung der nachwachsenden Rohstoffe dient dagegen einer von fossilen Brennstoffen unabhängigeren Energieversorgung.

Der Aktionsplan umfasst zwölf Gebiete, auf denen sich die Bundesregierung besonders für die Nutzung der nachwachsenden Rohstoffe starkmachen will. Die Umsetzung des Aktionsplan soll nach zwei Jahren überprüft werden.

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