Im Bundestag

Bundesregierung will Anteil erneuerbarer Energien weiter steigern

Der Anteil der erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch soll bis zum Jahr 2010 auf mindestens 4,2 Prozent und am Stromverbrauch auf mindestens 12,5 Prozent erhöht werden. Dies sagte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion zur Koordinierung und Intensivierung der Forschung.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Bundesregierung will den Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2010 auf mindestens 4,2 Prozent und am Stromverbrauch auf mindestens 12,5 Prozent erhöhen. Dies geht aus ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 15/2377) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (Bundestagsdrucksache 15/2208) zur Koordinierung und Intensivierung der Forschung im Bereich der Bioenergie und Sicherung von Zukunftsmärkten hervor.

Im Jahr 2000 lag den Regierungsangaben zufolge der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch in Deutschland bei 2,8 Prozent, während er in Schweden 37 Prozent, in Finnland 33,3 Prozent und in Österreich 25,7 Prozent betrug. Laut Antwort sollen erneuerbare Energien bis Mitte des Jahrhunderts rund die Hälfte des Energieverbrauchs decken.

Weiter heißt es in der Antwort, mit Blick auf ihre energiepolitischen Zielsetzungen sehe die Regierung insbesondere Forschungsbedarf bei der Erschließung bisher weitgehend ungenutzter Bioenergiepotenziale und bei effizienten, umweltfreundlichen, kostengünstigen und dezentralen Verfahren zur Bereitstellung und Nutzung von Bioenergieträgern. Im Mittelpunkt stünden in diesem Zusammenhang Verfahren zur Vergasung von Biomasse, zur dezentralen Nutzung von Bioenergieträgern in der Kraft-Wärme-Kopplung, zum Einsatz moderner Energietechnik bei der Nutzung von Bioenergieträgern (u.a. Brennstoffzellen und Mikroturbinen) und zur Herstellung synthetischer Biokraftstoffe. Im Etat des Verbraucherschutzministeriums sind den Angaben zufolge im Haushaltsjahr 2004 im Bereich der Bioenergie für die Förderung nachwachsender Rohstoffe 19,5 Millionen Euro vorgesehen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energiewirtschaft

    Industrie wird weiterhin bei Ökostrom-Umlage verschont

    Die deutsche Industrie wird auch in der Zukunft von der Ökostrom-Abgabe weitestgehend befreit bleiben. Nach langen Diskussionen konnten sich die EU-Kommission und die Bundesregierung aufeinander abstimmen.

  • Naturstrom

    EEG-Reform: Neue Regeln für Windenergie geplant

    Für die Windenergie wird es mit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im kommenden Jahr Änderungen bei der Förderung geben. Ähnlich wie es bereits für den Sonnenstrom gilt, soll die Höhe der Förderung über Ausschreibungen festgelegt werden.

  • Strom sparen

    15 Kühe produzieren Strom für vier Haushalte

    Der Fachverband Biogas e.V. präsentiert sich auf der Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse "Grüne Woche" erneut mit einem Erlebnisbauernhof. Der Dung der dort 15 "ausgestellten" Kühe würde reichen, um vier Haushalte mit Strom zu versorgen. Strom und Wärme aus Gülle, Gras- und Maissilage - die Biogas-Experten zeigen, wie's geht.

  • Hochspannungsmasten

    Koalition will Strom aus Wasserkraft stärker fördern

    Im Bundestag wird heute erstmals der Entwurf der Regierungskoalition zur Neureglung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beraten. Die Koalition plant eine stärkere Förderung von Strom aus Wasserkraftanlagen und strebt auch bessere Bedingungen für Biomasse und Geothermie an. Die Förderung von Strom aus Windkraft soll hingegen heruntergefahren werden.

  • Strompreise

    BUND: 2004 ist wichtiges Jahr für erneuerbare Energien

    Hohe Erwartungen für den Ausbau alternativer Energien und beim Klimaschutz knüpft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) an das neue Jahr. Das kommende Erneuerbare- Energien-Gesetz könne entscheidend dazu beitragen, den Anteil regenerativer Stromerzeugung in Deutschland innerhalb weniger Jahre auf über zehn Prozent zu steigern.

Top