Bundesregierung hält an Endlager-Konzept fest

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Eigenen Angaben zufolge vertritt die Bundesregierung die Auffassung, dass mit Blick auf das Volumen für die Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle ein einziges Endlager in tiefen geologischen Formationen ausreicht. Dies teilt sie in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 14/4496) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (Bundestagsdrucksache 14/4316) mit.


Jenes Endlager soll schätzungsweise um das Jahr 2030 betriebsbereit sein. Vor dem Hintergrund des deutlich hinter früheren Planungen zurückgebliebenen Ausbaus der friedlichen Nutzung der Atomenergie und neuer Konditionierungstechniken zur Behandlung der radioaktiven Abfälle sei das erwartete Abfallvolumen im Vergleich zu älteren Schätzungen deutlich zurückgegangen, heißt es weiter. Nach den Worten der Regierung müssen radioaktive Abfälle, die bisher angefallen sind und solche, die bis zur Verfügbarkeit des Endlagers erwartet werden, zwischengelagert werden. Dafür stünden dezentrale Zwischenlager am Standort der kerntechnischen Anlagen und zentrale Zwischenlager wie etwa die Sammelstelle in Mitterteich und das Abfalllager Gorleben zur Verfügung. Darüber hinaus müssten die Zwischenlagerkapazitäten ausgedehnt werden. Das zu erwartende Abfallgebindevolumen bis zum Jahr 2030 wird gemäß aktueller Prognosen auf 264 000 Kubikmeter geschätzt. Davon entfielen etwa 47 850 Kubikmeter auf Abfälle, die nicht von der Energiewirtschaft stammten.

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