Sanierung

Bundesregierung: 12,4 Millionen nach Tschernobyl

Umweltministe Gabriel hat der Ukraine weitere 12,4 Millionen Euro zur Überwindung der Folgen des verheerenden Reaktorunfalls von Tschernobyl zugesagt. Die Finanzmittel sind für den Sarkophag bestimmt, der den sicheren Einschluss der Reaktorruine und ihre Abkapselung vor der Umwelt gewährleisten soll.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - In Tschernobyl hatte sich im April 1986 der bisher schwerste Unfall in der kommerziellen Nutzung der Atomenergie ereignet. "Bei der Bewältigung der Folgen dieser Katastrophe dürfen wir die Ukraine nicht alleine lassen. Internationale Hilfe ist weiterhin unverzichtbar", erläuterte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Insbesondere auf deutsches Drängen sei es jetzt auch gelungen, Russland als Mitfinanzier zu gewinnen.

Mit Hilfe einer Beton- und Stahlummantelung, dem Sarkophag, soll die Umwelt sicher vor der Radioaktivität abgeschirmt werden, die noch immer von dem zerstörten Reaktor ausgeht. Insgesamt wird die Sanierung mehr als eine Milliarde US-Dollar kosten. Die dafür notwendigen Gelder gehen an den "Chernobyl Shelter Fund", der von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London verwaltet wird.

"Die Höhe der Kosten zeigt, dass die Folgen eines Atomunfalls nicht nur verheerend für Menschen und Umwelt sind, sondern auch zu gravierenden volkswirtschaftlichen Belastungen führen", betonte Gabriel. "Tschernobyl ist eine beständige Mahnung, dass die Nutzung der Atomenergie unverantwortbare Risiken birgt. Deutschland ist mit dem Atomausstieg auf dem richtigen Weg", machte Gabriel abschließend nochmals seine Einstellung zum von der Union geforderten Ausstieg vom Ausstieg deutlich.

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