Stromzähler-Alternativen

Bundesrat billigt Messzugangsverordnung mit Übergangsfrist

Die Messzugangsverordnung (MessZV) wird kommen: Der Bundesrat hat am Freitag einer entsprechenden Vorlage aus dem Bundeskabinett zugestimmt. Von Seiten alternativer Anbieter ist nicht nur Erleichterung, sondern auch Kritik zu hören.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Grundsätzlich begrüßte der Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne) die Zustimmung des Bundesrates zur Messzugangsverordnung; neue Anbieter stehen bereit, um Messdienstleitungen transparent und Effizienz steigernd anzubieten. Doch das Regelwerk habe auch ein entscheidendes Manko: die 18-monatige Übergangsfrist.

Neben dem Gesetz zur Öffnung des Messwesens, das am 9. September 2008 in Kraft getreten ist, war auch der Erlass einer Messzugangsverordnung, in der Detailfragen geregelt werden konnten, aus Sicht des Verbands notwendig.

Künftig werden Verbraucher frei wählen können, wer ihnen den neuen Strom- und Gaszähler einbaut und wer ihn abliest – Dienstleistungen, die bisher dem Monopolbereich des Netzbetreibers zugeordnet waren. Durch den Einbau intelligenter Zähler (Smart Meters) können die Kunden eigenverantwortlich Energie einsparen: Sie sehen genau, wann sie wie viel Strom verbrauchen und können in der Folge ihre Nutzungsgewohnheiten ändern.

Einige Wermutstropfen habe die MessZV gleichwohl, meint man beim bne: So soll die Verordnung unter anderem erst nach einer Übergangszeit von anderthalb Jahren ihre volle Wirksamkeit entfalten können. Entgegen dem Bundeskabinett, das eine Übergangszeit von sechs Monaten für angemessen gehalten hatte, votierte der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates für die Verlängerung der Frist. Der Verband hält die diesbezügliche Argumentation der Netzbetreiber für vorgeschoben - denn die notwendigen Prozesse und Formate lägen im Grundsatz bereits vor und müssten lediglich ergänzt werden.

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