Beitrag zur Versorgungssicherheit

Bundesnetzagentur: Investitionen in Stromnetze genehmigt

Die Bundesnetzagentur hat erstmals zwei Betreibern von Stromnetzen Investitionsbudgets in Höhe von insgesamt rund 415 Millionen Euro genehmigt. Gegenstand der Genehmigungsentscheidungen sind drei Projekte der Vattenfall Europe Transmission GmbH und ein Projekt der bayernets GmbH.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (red) - "Unsere Entscheidungen setzen positive Signale für notwendige Investitionen in die Netze und leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Deutschland", so der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. "Die Netzbetreiber können jetzt auf sicherer Grundlage den Anforderungen an die Netze gerecht werden, die sich aus dem europaweiten Handel und der gewünschten Förderung erneuerbarer Energien ergeben", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth.

Investitionsbudgets können von den Netzbetreibern für besonders bedeutende Vorhaben beantragt werden. Dabei handelt es sich z. B. um Investitionen, die notwendig sind, um die hohe Versorgungsqualität der Energienetze aufrechtzuerhalten, neue Kraftwerke anzuschließen und die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien, insbesondere durch den Anschluss von Offshore- Windparks, zu ermöglichen. Auf Grundlage der jetzt erteilten Genehmigungen können die betroffenen Netzbetreiber ihre Erlösobergrenzen, die die Bundesnetzagentur im Rahmen der Anreizregulierung festgelegt hat, ab dem Jahr 2010 anpassen.

Bessere Investitions- und Planungssicherheit

"Mit der Genehmigung der Investitionsbudgets haben wir Rahmenbedingungen festgelegt, die zu einer hohen Investitions- und Planungssicherheit beitragen", erklärte Kurth. Dabei seien die widerstreitenden Interessen zwischen niedrigen Netzentgelten einerseits und notwendigen Netzinvestitionen andererseits in einen vernünftigen Ausgleich gebracht worden.

Insgesamt liegen der Bundesnetzagentur derzeit noch ca. 300 Anträge auf Genehmigung von Investitionsbudgets mit einem Volumen von rund neun Milliarden Euro vor, 8,2 Milliarden Euro entfallen dabei auf den Stromsektor.

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