Terminhinweis

Bundeskartellamt veranstaltet Internationale Kartellkonferenz

Am 19. und 20. Mai veranstaltet das Bundeskartellamt die Internationale Kartellkonferenz (IKK) in Bonn. In diesem Jahr werden mehr als 300 Teilnehmer aus über 50 Ländern und Internationalen Organisationen erwartet. Im Mittelpunkt steht das Thema "Wettbewerbspolitik am Scheideweg? – Möglichkeiten und Grenzen wettbewerbsrechtlicher Kontrolle".

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Bundeskartellamt veranstaltet am 19. und 20. Mai 2003 seine XI. Internationale Kartellkonferenz (IKK) im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages – und damit erstmals in Bonn. Die IKK wurde 1982 in Berlin, dem damaligen Sitz des Amtes, ins Leben gerufen und führt alle zwei Jahre Wettbewerbsexperten aus der ganzen Welt zusammen.

In diesem Jahr werden mehr als 300 Teilnehmer aus über 50 Ländern und Internationalen Organisationen sowie hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft erwartet. Im Mittelpunkt steht das Thema "Wettbewerbspolitik am Scheideweg? – Möglichkeiten und Grenzen wettbewerbsrechtlicher Kontrolle". Nach einem Grußwort der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann werden der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, der für Wettbewerb zuständige EU-Kommissar, Prof. Mario Monti, und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post AG, Klaus Zumwinkel, sprechen.

Die erste Diskussionsrunde steht unter der Überschrift "Unternehmerische Freiheit und Schutz des Wettbewerbs – ein schmaler Grat". Es diskutieren der Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG, Josef Ackermann, der Vorstandsvorsitzende der Ruhrgas AG, Burckhard Bergmann, der für Vertrieb und Marketing zuständige Vorstand der BMW AG, Michael Ganal, Unternehmensberater Roland Berger sowie die Leiter der finnischen und der US-amerikanischen Wettbewerbsbehörde. Geleitet wird die Diskussion von Bodo Hauser, Programm-Geschäftsführer Phoenix. Im wesentlichen wird dabei der Frage nachzugehen sein, wie weit Wettbewerbsbehörden bei ihren Entscheidungen gehen können und sollen, etwa bei der Bestimmung von Auflagen in Fusionskontrollverfahren.

Eine zweite Diskussionsrunde befasst sich mit dem "Wettbewerbsrecht als Ordnungsfaktor einer globalisierten Marktwirtschaft". Unter der Leitung von Prof. Wernhard Möschel diskutieren unter anderem der russische Minister für Antimonopolpolitik und Unternehmensförderung, Iliya Yuzhanov, der Präsident des Gerichtes Erster Instanz der Europäischen Union, Bo Vesterdorf, Bundeswirtschaftsminister a.D. Otto Graf Lambsdorff sowie die Leiter einer Reihe von Wettbewerbsbehörden. Hier wird es vor allem um die Frage gehen, ob und inwieweit es einen internationalen wettbewerbspolitischen Grundkonsens gibt, und wie die Vermittlung eines solchen Grundkonsenses in der OECD, in der WTO oder im International Competition Network (ICN) zu bewerten ist.

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