Unabhängig von Öl

Bundeskanzleramt testet Wasserstoff-Auto

Das Bundeskanzleramt hat seinen Fuhrpark um ein A-Klasse-Fahrzeug von Daimler-Chrysler erweitert - am Mittwoch wurde der Wagen in Berlin angeliefert, Bundeskanzler Schröder drehte sogleich eine Proberunde. Die Bundesregierung fördert mit dem Leihwagen das "Clean Energy Partnership Projekt".

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Seit Mittwoch testet das Bundeskanzleramt ein wasserstoffgetriebenes Fahrzeug aus dem Hause DaimlerChrysler. Der Einsatz des umweltfreundlichen Autos ist Teil des von der Bundesregierung unterstützten "Clean Energy Partnership Projektes" (CEP). Bundeskanzler Gerhard Schröder hat das Testfahrzeug an seinem Dienstsitz in Empfang genommen und sogleich probegefahren.

Schröder sagte, dass über das Fahrzeug ein einjähriger Leihvertrag geschlossen worden sei. Das "F-Cell"-Fahrzeug aus der Mercedes-A-Klasse ergänzt den Fuhrpark des Bundeskanzleramtes auf jetzt 20 Autos.

Das Clean Energy Partnership-Projekt gehört zu einer Reihe von Pilotprojekten, die die Bundesregierung im Rahmen der "nationalen Nachhaltigkeitsstrategie" gestartet hat. Federführend für das Projekt ist das Bundesverkehrsministerium. Auf Unternehmensseite engagieren sich neben DaimlerChrysler noch acht weitere Konzerne: ARAL, BMW Group, Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Ford, GM/Opel, Hydro/GHW, Linde und Vattenfall Europe.

Technik, die unabhängiger vom Öl macht

Das Projekt erprobt die Alltagstauglichkeit von Wasserstoff als Treibstoff. Dafür werden spezielle Verbrennungsmotoren oder Brennstoffzellen für Kraftfahrzeuge entwickelt und eingesetzt. Auch das neue Dienstfahrzeug des Bundeskanzleramtes soll im praktischen Einsatz Ergebnisse und Erfahrungen liefern, die die eingesetzte Technik verbessern helfen.

Denn bei dem Pilotprojekt steht der Umweltschutz im Vordergrund. Anders als bei der Verbrennung von Mineralölerzeugnissen entstehen bei der Verwendung von Wasserstoff keine klimaschädigenden Gase, sondern nur Emissionen von Wasser und Wärme. Zudem garantiert der Einsatz von Wasserstoff eine größere Unabhängigkeit von Importen, die Mineralölprodukte betreffen.

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