Moderne Technologie

Bundeskanzler weihte türkisches Kraftwerk der STEAG-Tochter ein

Bundeskanzler Schröder und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan haben gestern ein Kraftwerk der STEAG AG, einem Tochterunternehmen der RAG Aktiengesellschaft, im Südosten der Türkei eingeweiht. Iskenderun liefert etwa acht 8 Prozent des türkischen Bedarfs an elektrischer Energie.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Iskenderun/Essen (red) - Bundeskanzler Gerhard Schröder und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan haben gestern gemeinsam das Steinkohlekraftwerk Iskenderun eingeweiht. Die 1210-Megawatt-Großanlage im Südosten der Türkei wurde nur 39 Monaten fertig gestellt. Das Kraftwerk ist mit einer Investitionssumme von 1,5 Milliarden US-Dollar nicht nur die größte Einzelinvestition der deutschen Wirtschaft in der Türkei, sondern derzeit auch die größte ausländische Direktinvestition in diesem Land überhaupt. Iskenderun liefert etwa acht 8 Prozent des türkischen Bedarfs an elektrischer Energie.

"Kohle wird als Primärenergieträger noch auf viele Jahre notwendig bleiben, weil weltweit die größten Ressourcen verfügbar sind", sagte Bundeskanzler Schröder vor Tausenden von Gästen, die sich zur Einweihungsfeier auf dem Kraftwerksgelände eingefunden hatten. Gleichzeitig leiste das Kraftwerk durch den Einsatz modernster Umwelttechnologie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Auch der türkische Ministerpräsident war voll des Lobes. Eine sichere Energieversorgung bilde die Grundlage für ein dynamisches Wirtschaftswachstum, erklärte Erdogan.

Der Vorstandsvorsitzende der STEAG AG, Dr. Jochen Melchior, bezeichnete das Kraftwerksprojekt des Tochterunternehmens ISKEN als "Quantensprung in der Geschichte des Unternehmens". Der STEAG-Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Werner Müller, sprach von "einem Meilenstein in den türkisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen".

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