Bundeskanzler Schröder: Energiemengen statt Laufzeiten

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Um wieder etwas Bewegung in die festgefahrenen Atomkonsensgespräche zu bringen, hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) den Atombossen ein neues Angebot gemacht: In der ersten Ausgabe der "Financial Times Deutschland" von gestern schlug er vor, dass man anstelle einer starren Laufzeitbegrenzung auch eine feste Strommenge bis zum Ausstieg festlegen könne. Diese Energiemengen könnten dann variabel auf die Kraftwerke aufgeteilt werden.

Allerdings hielt der Kanzler an 30 Jahren Höchstlaufzeit für Atomkraftwerke fest. Bei den flexibleren Energiemengen könnten dafür alte Kraftwerke mit hohem Modernisierungsaufwand früher und moderne Kraftwerke später abgeschaltet werden. Schröder zeigte sich optimistisch: "Wirtschaftlich attraktiv für die Unternehmen ist doch nicht, Streit mit der Regierung oder schwer zu realisierende Schadensersatzforderungen zu stellen, sondern Sicherheit und Flexibilität."

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