Beschädigte Decke

Bundesamt sichert weitere Kammer im Atommülllager Asse

Im maroden Atommülllager Asse sichert das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) eine weitere Einlagerungskammer gegen herabfallende Gesteinsbrocken. Die Behörde habe begonnen, die Kammer 5 mit einem etwa drei Meter dicken Betonpfropfen zu verschließen, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Wolfenbüttel (ddp-nrd/red) - Die Maßnahme solle verhindern, dass Salzstaub aufgewirbelt werde und radioaktive Partikel in die Grubenluft gelangten. Im noch offenen Kammerbereich sei die Decke bereits an mehreren Stellen beschädigt.

Durch den Verschluss der Kammer 5 in 750 Metern Tiefe werde der bestmögliche Schutz des Personals und der Besucher gewährleistet, sagte der Sprecher. Die Arbeiten sollten bis Ende Mai abgeschlossen sein. Zuvor hatte das BfS bereits die Einlagerungskammer 7 auf der 725-Meter-Sohle gegen aus der Decke brechende Gesteinsbrocken gesichert. Die nicht vollständig bedeckten Atommüllfässer wurden zunächst mit grob gemahlenem Salz überdeckt. Auf dieser Salzdecke setzte das BfS eine Fräse ein, um die gelockerten Gesteinsbrocken von der Kammerdecke zu entfernen.

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