Klimaschutz

Bundesamt für Strahlenschutz bezieht nur noch Ökostrom

Das Bundesamt für Strahlenschutz geht mit gutem Beispiel voran und bezieht seit Jahresbeginn ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Damit soll der eigene Kohlendioxid-Ausstoß pro Jahr um fast 2000 Tonnen verringert werden. Der Strom stammt aus Wasserkraftwerken Österreichs und Italiens.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Seit dem 1. Januar dieses Jahres bezieht das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) seine elektrische Energie ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen und verringert damit nach eigenen Angaben seinen Kohlendioxid-Ausstoß um knapp 2000 Tonnen jährlich. Die eingesparte Menge Treibhausgas entspricht der Menge, die durch den Jahresstromverbrauch von etwa 1700 Menschen entsteht.

Das BfS wird gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie seinen Schwesterbehörden Umweltbundesamt und Bundesamt für Naturschutz mit Ökostrom beliefert, der aus Wasserkraftwerken in Österreich und Italien stammt. Er wurde also nicht zuvor nach den Regeln des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vergütet. So soll bis Ende 2006 eine Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes um über 22.000 Tonnen erreicht werden. Dies käme einer Verminderung um über 80 Prozent gleich.

In einem europaweit öffentlich ausgeschriebenen Vergabeverfahren für Anbieter von Ökostrom kam neben einem niedrigen Angebotspreis insbesondere dem Umfang der Kohlendioxid-Minderung wesentliche Bedeutung zu, so die Begründung des BfS zur Auswahl der Anbieter.

Das BfS unterstützt mit der Umstellung auf Ökostrom das Ziel der Bundesregierung, zum Schutz des Klimas den Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromversorgung bis zum Jahr 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent zu steigern und dadurch den Kohlendioxid-Ausstoß merklich zu senken.

Geliefert wird der umweltfreundliche Strom von der unit energy stromvertrieb GmbH. Das in Bad Homburg ansässige Unternehmen hatte nach einer europaweiten Ausschreibung, die das Umweltbundesamt (UBA) betreut hat, den Zuschlag erhalten. Das Ausschreibungskonzept sowie die Vergabeunterlagen sollen im Frühjahr 2004 als Broschüre veröffentlicht werden.

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