Steinkohlepreise

Bund und NRW erhalten 507 Millionen Euro Kohlehilfen zurück

Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen bekommen staatliche Beihilfen für den Bergbau zurückerstattet. Grund dafür seien stark gestiegene Preise für Steinkohle, die die Subventionen für die deutsche Steinkohle reduzierten, berichtet die in Essen erscheinende "Westdeutsche Allgemeine Zeitung".

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Demnach können die Finanzminister in Bund und Land mit einer Entlastung von 507 Millionen Euro rechnen. 110 Millionen entfallen dem Bericht zufolge auf Nordrhein-Westfalen und 397 Millionen Euro auf den Bund. Um diese Summen werde der Subventionsbetrag für 2008 gekürzt.

Die Kohlesubventionen gleichen die Differenz zwischen deutschen Förderkosten und billigerer Importkohle aus. Steigende Weltkohlepreise reduzieren die Finanzierungslücke. Das Kohleunternehmen RAG (frühere Ruhrkohle) ist dann verpflichtet, Subventionen zurückzuzahlen.

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