Auf die Schiene

Bund stoppt Genehmigungsverfahren für Atommüll-Transport

Nordrhein-Westfalen will den anstehenden Atommülltransport von Rossendorf nach Ahaus von der Straße auf die Schiene verlegen um den polizeilichen Aufwand zu verringern. Dazu stoppte Staatssekretär Rainer Baake das Genehmigungsverfahren für fünf Werktage.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Auf Einladung von Staatssekretär Rainer Baake fand Ende vergangener Woche in Berlin ein Gespräch mit seinen Amtskollegen aus dem sächsischen Umweltministerium und dem nordrhein-westfälischen Innenministerium über den beantragten Atommülltransport von Rossendorf nach Ahaus statt.

Hintergrund ist die Forderung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern, weil damit der polizeiliche Aufwand zur Absicherung der Transporte beträchtlich verringert werden könne. Dies liege angesichts der nach den Terroranschlägen von Madrid gestiegenen Beanspruchung der Polizeikräfte im öffentlichen Interesse.

Staatssekretär Baake richtete in dem Gespräch die Bitte an das Land Sachsen, zu prüfen, ob der Transport-Antrag auf einen gebündelten Schienentransport umgestellt werden kann. An das Land NRW richtete er die Bitte, dem Antragsteller gegenüber klarzustellen, dass ein solcher Transport auf der Schiene hingenommen werde.

Baake stoppte gleichzeitig das Genehmigungsverfahren für fünf Werktage, um die angesprochenen Fragen zu klären. Zugleich wies er darauf hin, dass offen sei, wie das jetzt laufende Genehmigungsverfahren ausgehen werde, falls Sachsen den Antrag auf Straßentransport aufrecht erhalte.

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