Infos über Bedrohung

BUND startet "Klima-Tour" durch 27 Städte

Mit einem mobilen Treibhaus informieren die Umweltschützer des BUND derzeit über die Bedrohungen des Klimawandels. Die "Klima-Tour" startete heute in Berlin und führt durch 27 deutsche Städte. Der BUND will u.a. darauf aufmerksam machen, dass die Klimaerwärmung schon heute erhebliche Probleme bereitet.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Auf einer am Dienstagvormittag in Berlin gestarteten "Klima-Tour" durch 27 deutsche Städte will der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) über die Bedrohungen des Klimawandels informieren. Bis Ende September soll dabei mit einem mobilen Treibhaus für mehr Entschlossenheit beim weltweiten Klimaschutz geworben werden. Zu den Stationen der Tour gehören unter anderem Potsdam, Magdeburg, Rostock, Kiel, Hamburg, Bremen, Hannover, Dortmund, Düsseldorf, Bonn, Freiburg, Stuttgart und München.

Informieren können sich die Besucher laut BUND unter anderem, wer in besonderem Maß vom Klimawandel betroffen ist und in welchen Regionen der Erde die Folgen am deutlichsten zu spüren sind. BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm warnte beim Start der Tour, bereits bei einer Erwärmung der Atmosphäre um nur wenige Grad gerate "das Klima völlig aus dem Gleichgewicht". Schon heute breiteten sich durch die Klimaerwärmung in Deutschland durch Zecken übertragene Krankheiten wie die Borreliose aus.

Bis Mitte des Jahrhunderts drohe eine Zunahme der weltweiten "Klima-Flüchtlinge" auf 150 Millionen, fügte Timm hinzu. Wenn die Industriestaaten die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas nicht entscheidend reduzierten, würden "die Folgen nicht mehr zu beherrschen sein".

An der bisher positiven Rolle Deutschlands bei internationalen Klimaverhandlungen dürfe es auch künftig keine Abstriche geben, fügte Timm hinzu. Er plädierte dafür, bei der Erneuerung des deutschen Kraftwerksparks die Energieträger Kohle und Atom durch regenerative Energien und dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen zu ersetzen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Erde

    Studie: Mehr Geld für konventionelle Energien als für Ökostrom

    Einer Kurzanalyse zufolge werden konventionelle Energien im kommenden Jahr deutlich stärker gefördert als erneuerbare Energieträger. Demnach läge eine Umlage für Atom- und Kohlestrom deutlich über der EEG-Umlage.

  • Industriebetrieb

    Deutlich geringerer Energieverbrauch bis 2040

    Der Energieverbrauch in Deutschland wird bis 2040 um rund ein Drittel sinken, schätzt der Energiekonzern ExxonMobil. Vor allem beim Kraftstoff und bei der Heizenergie werde der Verbrauch durch mehr Effizienz zurückgehen.

  • Strompreise

    Hoher Strompreis: Erneuerbare Energien schuldlos!

    Die Kritik an den steigenden Strompreisen hält an: Während die Stromkonzerne nur allzu gern die Förderung der erneuerbaren Energien dafür verantwortlich machen, wehrt sich die Branche mit aktuellen Zahlen. Nach wie vor beträgt der Förderanteil einen halben Cent. Das Vorgehen der Stromriesen sei hingegen "verwerflich".

  • Strompreise

    Experten diskutieren Energie für die Zukunft

    Über die Gestalt der künftigen Energieversorgung diskutieren Jürgen Trittin (Bundesumweltminister), Fritz Vahrenholt (REpower Systems AG), Felix Matthes (Öko-Institut) und Olaf Preuß (FTD) am 22. August in Berlin. Grundlage bietet das aktuelle Buch von Journalist Preuß "Energie für die Zukunft".

  • Strompreise

    Bundeskabinett verabschiedet "Wegweiser Nachhaltigkeit 2005"

    Die Regierung hat gestern Deutschlands Strategien für die Energiewende und den Schutz der biologischen Vielfalt beschlossen und mit dem "Wegweiser Nachhaltigkeit 2005" gleichzeitig eine Zwischenbilanz der Nachhaltigkeitspolitik vorgelegt. Sie bekräftigte ihr energiepolitischen Ziele.

Top