Schacht-Konrad

Bund rechtfertigt Zuschüsse für Atommülllager-Besichtigung

Die Bundesregierung verspricht sich von ihren finanziellen Zuschüssen für Bürgerbesichtigungen des geplanten Atommülllagers Schacht Konrad in Salzgitter eine breitere Akzeptanz für das Endlager.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Salzgitter (ddp-nrd/red) - Die Informationsmöglichkeit sei "eine Voraussetzung für die Akzeptanz eines Endlagers für radioaktive Abfälle in einer Region", heißt es in Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion en im Bundestag.

Die Links-Fraktion wollte wissen, warum die Besichtigung des geplanten Atommülllagers für Schulen mit Zuschüssen für den Bustransfer von bis zu 200 Euro unterstützt wird. Die Bundesregierung antwortete, die Bürger müssten die Möglichkeit haben, sich umfassend über das Endlager zu informieren. Innerhalb eines Jahres hätten sich bereits rund 5000 Besucher in der Konrad-Infostelle des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter erkundigt.

Das Bundesamt baut die frühere Eisengrube Konrad derzeit zum Endlager für schwach und mittelradioaktiven Müll aus. Die Inbetriebnahme ist für 2013 vorgesehen. Falls Abfälle aus dem maroden Atommülllager Asse geborgen werden, kämen auch diese in den Schacht Konrad.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atommüll

    Endlagerkriterium: Atommüll soll rückholbar sein

    Die Frage nach der Lagerung von Atommüll könnte die dafür eingesetzte Kommission noch lange beschäftigen. Die Mitglieder besuchten am Montag das marode Atomlager Asse. Eines schien anschließend festzustehen: Die Fehler aus der Vergangenheit sollen nicht noch einmal begangen werden.

  • Atommüll

    Asse hätte nie Atomendlager werden dürfen

    In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel hätte nach den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses in Hannover niemals ein Atomendlager eingerichtet werden dürfen. Der Ausschuss des niedersächsischen Landtages schloss am Donnerstag nach mehr als drei Jahren, 71 Sitzungen und der Vernehmung von mehr als 50 Zeugen seine Arbeit ab.

  • Energieversorung

    Atomforum hat für Asse-Öffentlichkeitsarbeit gezahlt

    Die Atomlobby hat Zahlungen für die Öffentlichkeitsarbeit des Atommülllagers Asse bestätigt. Es habe zwischen 1997 und 2002 eine finanzielle Beteiligung gegeben, sagte der Sprecher des Deutschen Atomforums, Maik Ressel, am Montag der Nachrichtenagentur ddp. Das Geld sei für Besucherführungen durch das Bergwerk verwendet worden.

  • Stromnetz Ausbau

    Parteipolitische Schlammschlacht um die Asse geht weiter

    Die Debatte um die jüngst bekannt gewordene Liste mit Betriebspannen beim Einlagern des Atommülls dürfte nicht der letzte Vorfall gewesen sein, der eine hitzige Debatte zur Folge hatte. Kommende Woche wird voraussichtlich ein Untersuchungsausschuss eingesetzt.

  • Strom sparen

    Asse-Betreiber und Bürgerinitiativen im Streit

    Nach den neuen Schäden in der Asse streiten sich Betreiber und Bürgerinitiativen über Konsequenzen. Ein Sprecher des BfS bezeichnete die eingeleiteten Maßnahmen als "atomrechtlich und fachlich zwingend geboten". Dagegen komme die von den Initiativen geforderte schnelle Räumung der Einlagerungskammer 7 "einem Rechtsbruch gleich".

Top