Schwarzer Tag für Klimaschutz

BUND prüft Klage gegen neuen Kohleblock in Mannheim

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) prüft eine Klage gegen das geplante neue Kohlekraftwerk in Mannheim. Der baden-württembergische Landesgeschäftsführer Bernd Frieß teilte mit, der BUND lasse den Genehmigungsbescheid des Regierungspräsidiums Karlsruhe durch Rechtsanwälte überprüfen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart/Mannheim (ddp-bwb/red) - Frieß warf der Behörde vor, das Projekt zu einseitig und getrennt von bestehenden Anlagen bewertet zu haben.

Das Regierungspräsidium hatte am Montag der Großkraftwerk Mannheim AG (GKM) die Genehmigung zur Errichtung eines zusätzlichen Steinkohleblocks - Block 9 - auf dem vorhandenen Betriebsgelände in Mannheim-Neckarau erteilt. Frieß bewertete die Entscheidung als "schwarzen Tag für den Klimaschutz". Neue Kohlekraftwerke würden "die dringend nötige Energiewende" blockieren.

BUND-Aktivisten reagierten am Dienstag mit einer Protestaktion auf die Genehmigung. Vor dem Kundenzentrum der MVV, die zu den Anteilseignern der GKM gehört, errichteten sie Verbandsangaben zufolge eine symbolische Baustelle für erneuerbare Energien mit einem Windrad und Solarmodulen.

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