Zwischenlager

Bund prüft Auswirkungen von Temelin

Deutschland will sich an der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beteiligen, die die Auswirkungen des Baus eines Zwischenlagers auf dem Gelände des tschechischen Atomkraftwerks Temelin klären soll. Temelin liegt ungefähr 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Auf dem Gelände des tschechischen Atomkraftwerkes Temelin soll ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente errichtet werden. Um mögliche Auswirkungen des Vorhabens zu prüfen, wird sich Deutschland an der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beteiligen.

Temelin liegt etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Deshalb sollen mögliche Auswirkungen des geplanten Zwischenlagers auf Deutschland geprüft werden. Das ist im Rahmen des UVP-Verfahrens möglich. Die Beteiligung an diesem Verfahren wird das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums gehört, wahrnehmen. Das Genehmigungsverfahren für das Zwischenlager wird in Tschechien durchgeführt.

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