Schluss!

BUND fordert härtere Konsequenzen aus AKW-Pannen

Die Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften müssten stärkere Folgen für die Betreiber haben fordert die Naturschutzorganisation BUND. Ihnen müsste ein Sofortausstieg verordnet werden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat von Bundesumweltminister Trittin härtere Konsequenzen aus den Skandalen bei deutschen Atomkraftwerken gefordert. Die Serie krimineller Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften in mehreren AKW's in Baden-Württemberg mache ein schnelles und entschiedeneres Eingreifen seitens der Bundesregierung nötig.

Nach Auffassung des BUND dürfe die laut Atomkonsens vorgesehenen Reststrommengen der Pannenreaktoren nicht auf noch laufende Reaktoren übertragen werden. Gefährliche Schlampereien dürften sich nicht auch noch lohnen. Renate Backhaus, atompolitische Sprecherin des BUND-Bundesvorstands: "Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Betreiber von deutschen Atomkraftwerken wegen des unerlaubten Betreibens von Anlagen. Für die Atommanager drohen bis zu fünf Jahre Haft - wer aber haftet für die enormen gesundheitlichen Schäden, für die Toten, für die Verstrahlung ganzer Landstriche, wenn es durch solche Schlampereien zu einem Störfall kommt? Bedrohungen der Sicherheit von innen und von außen machen Atomanlagen zu einem unkalkulierbaren Risiko. Damit muss jetzt Schluss sein, der Sofortausstieg steht auf der Tagesordnung."

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