BUND fordert Energiewendeprogramm von der Bundesregierung

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Ein umfassendes Programm zur Gestaltung der Energiewende hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Wochenende von der Bundesregierung gefordert. Nach Vorstellung des Umweltverbandes soll das Programm wieder Schwung in die erstarrte rot-grüne Energiepolitik bringen und fünf Schwerpunkte umfassen: bessere energiepolitische Rahmenbedingungen, Senkung des Energiebedarfs für Gebäudeheizung, Initiativen zum Stromsparen, Sicherung und Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie der Ausbau der Strom- und Wärme-Erzeugung aus regenerativen Energien. So soll über Förderprogramme erreicht werden, dass bis zum Jahr 2010 je fünf Prozent des Strom- und Wärmeverbrauchs durch zusätzliche Nutzung erneuerbarer Energie gedeckt werden.



Zugleich bekräftigte der BUND bei seiner Bundesdelegiertenversammlung im hessischen Bad Hersfeld die Forderung nach dem sofortigen Atom-Ausstieg. Daran will der Umweltverband auch festhalten, wenn die Bundesregierung den schrittweisen Ausstieg im Rahmen eines Atom-Konsensvertrages oder eines Atom-Ausstieggesetzes verwirklichen sollte. "Wir werden auch in Zukunft alle rechtlichen Mittel und Möglichkeiten nutzen, um für die noch betriebenen
Atomkraftwerke die sofortige Stilllegung zu erreichen", sagte die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt.



Der BUND ist der größte föderal organisierte Umweltverband Deutschlands. Die derzeit rund 350.000 Mitglieder und Förderer sind in 16 Landesverbänden sowie rund 2200 Orts- und Kreisgruppen organisiert. Gegründet wurde der Verband 1975, im Jahr 2000 wird der BUND sein 25-jähriges Bestehen feiern. Im März des kommenden Jahres zieht der BUND nach Berlin um.


(ots)

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