Klimaschutz

Bund fördert Forschung zu Klima und Energie in Milliardenhöhe

Der Bund will in den kommenden Jahren mehrere Milliarden Euro in Forschung zum Klimawandel stecken. Von der Förderung betroffen sind Projekte zum Thema Energieeffizienz oder der Umgang mit Ressourcen. Zum Teil sollen die Gelder auch in Schwellen- und Entwicklungsländer fließen, um vor Ort Forschungen anzustellen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Der Bund steckt bis 2015 rund zwei Milliarden Euro in die Forschung zu Klimaschutz, Energie und nachhaltigem Wirtschaften. Gerade nach den schwierigen Verhandlungen beim Weltklimagipfel in Kopenhagen müsse Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) am Dienstag in Berlin. Das Geld soll in die Förderung verschiedener Initiativen fließen - unter anderem in Forschungskooperationen mit Entwicklungs- und Schwellenländern oder in Projekte zu Energieeffizienz oder zum Umgang mit Ressourcen.

Wissenschaftliche Forschung im Ausland

Ein Schwerpunkt soll laut Schavan die Zusammenarbeit mit Ländern sein, die besonders hart vom Klimawandel betroffen sind. Geplant ist etwa der Aufbau von wissenschaftlichen "Kompetenzzentren" in Afrika. Bis 2013 seien dafür rund 95 Millionen Euro vorgesehen.

60 Millionen für Klimaschutz und -technologien

Auch die Zusammenarbeit mit Schwellenländern wie Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika solle gestärkt werden. Für gemeinsame Forschungsprojekte zu Umweltschutz und Klimatechnologien seien in den kommenden Jahren 60 Millionen Euro eingeplant. Viel Geld soll auch in die Grundlagenforschung fließen. Mit 650 Millionen Euro will Schavan die Flotte an deutschen Forschungsschiffen erneuern, die sich um die Erforschung der Meere kümmert. Die Ministerin betonte, das Geld sei noch nicht «bis zum letzten Projekt» verplant.

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