Im Bundestag

Bund: Erfolgreicher Klimaschutz auch ohne Kernenergie möglich

Einer Mitteilung der Regierung im Bundestag zufolge, ist die weitere Nutzung der Atomkraftwerke keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik. Derzeit laufe ein Forschungsvorhaben, das darauf abziele, die Umweltverträglichkeit von Kohle- und Gaskraftwerken deutlich zu steigern.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Aus Sicht der Bundesregierung ist die Nutzung der Kernenergie keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik. In einer Antwort auf eine Große Anfrage der FDP vom Montag verweist Berlin dazu auf eine neues Forschungskonzept des Bundeswirtschaftsministeriums zur Fortentwicklung der Kraftwerkstechnologie.

Dieses Konzept verfolge zwei Wege und ziele darauf ab, die Umweltverträglichkeit von Kohle- und Gaskraftwerken deutlich zu steigern. Einige Energieversorger und die Oppositionsparteien fordern zumindest eine Verlängerung der Laufzeiten der 18 deutschen Atomkraftwerke, um die gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen.

Nach Regierungsangaben lassen sich die Wirkungsgrade bei Kohle- und Gaskraftwerken innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte um sieben bis zehn Prozentpunkte erhöhen. Neben der Einsparung bei diesen Energiequellen ergebe sich daraus eine Minderung der spezifischen Kohlendioxid-Emissionen um bis zu 20 Prozent. Der zweite Weg sei darauf gerichtet, Kohlendioxid verlustarm am Kraftwerk abzutrennen und anschließend sicher zu speichern. Diese Technologie könne ebenfalls in zehn bis 20 Jahren zur Marktreife gebracht werden, heißt es in der Antwort auf die parlamentarische Anfrage. Auf diese Weise könne der Konflikt zwischen Klimaschutz und Versorgungssicherheit gelöst werden.

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