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BUND: Energiesparende Neugeräte schonen das Klima

Eine Welle bevorstehender Neuanschaffungen von elektronischen Geräten gefährdet die deutschen Klimaschutzziele. Davor warnte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor dem Hintergrund des bevorstehenden Weihnachtsfestes und der Fussballweltmeisterschaft im kommenden Jahr.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Nach Angaben des BUND werden pro Jahr in Deutschland rund sechs Millionen neue Fernsehgeräte verkauft. Dazu kämen noch DVD-Recorder, digitale Satelliten-Receiver und Surround-Systeme. Die Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr werde diese Zahl nach Ansicht des Umweltverbandes noch ansteigen lassen und rechnet vor: wenn die Konsumenten auf Unterhaltungselektronik mit schlechter Energiebilanz zurückgriffen, würde das zu einem Strommehrverbrauch von jährlich etwa drei Terrawattstunden führen. Dies entspreche rund zwei Millionen Tonnen zusätzlichen Kohlendioxidausstoßes pro Jahr. Damit sei das Ziel des Kyoto-Protokolls für die Bundesrepublik gefährdet.

BUND-Klimaexperte Matthias Seiche: "Viele elektronische Geräte verbrauchen zu viel Strom. Mit Geiz-ist-geil- und Ich-bin-doch-nicht-blöd-Sprüchen werben die Elektrohandelsketten für angebliche Schnäppchen, die dann die Stromrechnung nach oben treiben. Saturn, Media-Markt und Co. müssen dazu übergehen, den Energieverbrauch aller Geräte deutlicher zu kennzeichnen und offensiv die sparsamsten Geräte zu bewerben. Wer den Leuten Stromfresser andreht ist verantwortlich für mehr Treibhausgase und zunehmende Klimakatastrophen."

Sowohl im Standby- als auch im Betriebszustand sei der Verbrauch vieler Anlagen zu hoch. Der BUND verweist auf Tests der Stiftung Warentest. Danach verbrauchte ein Fernseher der Firma Daewoo im Standby-Modus 4,8 Watt, das beste getestete Gerät hingegen nur 0,1 Watt. Ein Fernseher von Thomson benötigte eingeschaltet mit 237 Watt mehr als doppelt so viel Strom wie das sparsamste Gerät. Bei Receivern lag der Standby-Verbrauch zwischen einem und 13, bei DVD-Recordern zwischen einem und 16 Watt. Bei der jährlichen Stromrechnung könne allein der Unterschied im Standby-Betrieb rund 20 Euro ausmachen. Bei weiter steigenden Strompreisen werde er noch größer. Technisch sei bei allen Geräten ein Verbrauch von unter einem Watt möglich.

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