Warnung

Bund der Energieverbraucher: Strom nicht im Voraus bezahlen

Der Bund der Energieverbraucher warnt vor Billigstromanbietern. Das günstigste Angebot kann am Ende teuer werden, wie zahlreiche schlechte Erfahrungen mit Billigstromanbietern zeigten, sagt Aribert Peters, Vorsitzender des Verbrauchervereins. Er empfiehlt, Strom nicht im Voraus zu bezahlen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Rheinbreitbach (red) - Peters weiter: "Aus der Vergangenheit wissen wir, dass die günstigsten Anbieter Verluste des laufenden Geschäfts oft durch Zahlungen von Neukunden abdecken. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Gerade die billigsten Anbieter ohne eigenes Stromnetz haben in der Vergangenheit Pleite gemacht. Wer dann seinen Strom im Voraus bezahlt hatte, der ist am Ende betrogen worden. Die Stromversorgung ist nicht gefährdet. Der Strom muss jedoch nach einem Konkurs des Billigversorgers doppelt bezahlt werden. Denn der Netzbetreiber, der nach einem Konkurs die Versorgung übernimmt, muss auch bezahlt werden." Der Bund der Energieverbraucher rät daher zur Vorsicht.

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