Standpunkt

Bulling-Schröter: Innere Sicherheit heißt, Atomtransporte stoppen

Die umweltpolitische Sprecherin der PDS-Fraktion, Eva Bulling-Schröter, fordert die Bundesregierung auf, die für morgen geplanten Castor-Transporte zu stoppen. Atomanlagen und ihre Infrastruktur seien potentiell unsicher.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Zum geplanten Castor-Transport von Brunsbüttel nach La Hague erklärt die umweltpolitische Sprecherin der PDS-Fraktion, Eva Bulling-Schröter:

Wer jetzt Castor-Transporte auf den Weg schickt, beweist, dass die Diskussion um die "innere Sicherheit" nur dazu dient, alte Kammellen auf die Tagesordnung zu setzen, um einen starken Staat zu organisieren. Einerseits mehr Überwachung, Polizei und Repression, um angeblich der Gefahr des Terrorismus entgegenzutreten, auf der anderen Seite sollen weiterhin gefährliche Castor-Transporte rollen. Ich fordere die Bundesregierung auf, die geplanten Castor-Transporte zu stoppen. Auch anlässlich der Vorkommnisse um die schlampigen Sicherheitsvorkehrungen in Philippsburg ist wieder einmal klar geworden: Atomanlagen und ihre Infrastruktur sind potentiell unsicher. Nach dem 11. September ist noch klarer geworden: Sie sind auch angreifbar. Wer trotzdem weiter Castor-Transporte auf den Weg schickt, handelt unverantwortlich. Letztlich kann nur die Abschaltung aller Atomanlagen die nichtkalkulierbaren Risiken der Atomwirtschaft aus der Welt schaffen.

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