Folgen der Gaskrise

Bulgarien will stillgelegten Atomreaktor wieder anfahren

Bulgarien hat heute den Neustart von zwei Reaktoren des umstrittenen Atomkraftwerk Kosloduj beschlossen. Grund dafür sei die Gaskrise sowie die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Reaktoren wurden 2007 abgeschaltet, dies war die Voraussetzung für den EU-Beitritt des Landes.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Sofia (sm) - Trotz der Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland hat das Parlament heute beschlossen, die beiden Reaktoren wieder anzufahren. Damit wolle Bulgarien seine Stromexporte in Nachbarländer steigern, um die Verluste von dem zweiwöchigen Gaslieferstopp zu kompensieren.

Die EU-Kommission hat bereits darauf hingewiesen, dass es hohe Auflagen für die Genehmigung des Weiterbetriebes geben wird. Dies sehe der Beitritts-Vertrag vor. In diesem wurde auch die Möglichkeit eingeräumt, noch bis Ende 2009 das Wiederanfahren der Reaktoren im AKW Kosloduj zu beantragen.

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