Enttäuschung

Bürgerbegehren erfolgreich: Stadtwerke Münster werden nicht verkauft

Die Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH bedauert, dass sich die Münsteraner in einem Bürgerbegehren gegen einen Teilverkauf des Energieversorgungsunternehmens ausgesprochen haben. "Die Konzepte und Ideen einiger potentieller Interessenten haben uns beeindruckt", kommentierte Geschäftsführer Spickenheuer.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Am vergangenen Wochenende haben sich die Bürger der westfälischen Stadt Münster mit einem Bürgerbegehren gegen die Teilprivatisierung der Stadtwerke Münster GmbH ausgesprochen. Der Stadtrat hatte zuvor beschlossen, bis zu 49 Prozent des Energieversorgers zu verkaufen. Knapp 43 000 von 65 600 Münsteranern, die sich an der Abstimmung beteiligten, machen den Planern jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Die Geschäftsführung der Stadtwerke Münster zeigt sich enttäuscht über den Ausgang. "Wir bedauern es für die weitere Entwicklung unseres Unternehmens sehr, dass wir nicht die Chance erhalten haben, uns mit einem strategischen Partner im Wettbewerb zu positionieren", kommentiert Dr. Norbert Ohlms, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster das Ergebnis des Bürgerentscheids. Die Stadtwerke Münster sind nach wie vor überzeugt davon, dass mit der Kompetenz und Kraft eines Partnerunternehmens das Unternehmen im Wettbewerbsmarkt wesentlich besser aufgestellt wäre. "Die Konzepte und Ideen einiger potentieller Interessenten haben uns beeindruckt. Wir waren sehr überzeugt, dass wir mit der Entscheidung pro Partner in kurzer Zeit einen riesigen Schritt nach vorne machen", so Dr. Werner Spickenheuer, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster.

Trotz dieser vergebenen Chance sehen die beiden Geschäftsführer optimistisch in die Zukunft. "Nun gilt es, unsere gute Ausgangsbasis in den nächsten Jahren zu halten. Das ist nicht einfach und wird uns alle viel Kraft kosten", prognostiziert Dr. Norbert Ohlms. Er rechnet mit intensiven Veränderungen im Unternehmen, die jeder Mitarbeiter spüren wird. "Oberstes Ziel ist es, dass wir das Unternehmen und letztendlich die Arbeitsplätze sichern", bekräftigt Dr. Spickenheuer.

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