Klimawende

BSi: Photovoltaik kann Kohlendioxid–Effekt bremsen

Zur Photovoltaik gibt es keine Alternative, den Beitrag zur Klimawende können Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie alleine nicht decken. Mit dem Auslaufen des 100 000-Dächer Programms und der anstehenden Novellierung des EEG ist nach Ansicht des Bundesverbandes Solarindustrie (BSi) die Chance für einen Durchbruch bei der Photovoltaik greifbar.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen" (WBGU) vom April 2003 zeigt: Zur Photovoltaik gibt es mittel- und langfristig keine Alternative, den Beitrag zur Klimawende können Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie alleine nicht decken. Mit dem Auslaufen des 100 000-Dächer Programms Ende 2003 und der anstehenden Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) ist nach Ansicht des Bundesverbandes Solarindustrie (BSi) die Chance für einen Durchbruch bei der Photovoltaik greifbar. Die Fortsetzung der gezielten Industriepolitik könnte die Solarstromerzeugung zur Wachstumsbranche Nummer eins machen. Dafür muss das EEG den wirtschaftlichen Betrieb von Photovoltaikanlagen ermöglichen.

"Langfristig kann der Primärenergiebedarf nur durch eine entschiedene Sonnenenergienutzung gedeckt werden", heißt es im Bericht des WBGU. Die Erschließung erneuerbarer Energieformen wie Wind- und Wasserkraft stoße "mittelfristig an ihre Grenzen". Damit die Photovoltaik im Jahr 2050 25 Prozent und 2100 etwa 65 Prozent zur Energieerzeugung beitragen kann, muss laut WBGU Solarstrom jetzt eingeführt und damit preislich konkurrenzfähig gemacht werden.

"Energie- und industriepolitisch steht Deutschland derzeit am Scheideweg", erklärt denn auch BSi-Geschäftsführer Gerhard Stryi-Hipp. "Es geht darum, ob wir in alte Technologien investieren oder die Tür für neue, zukunftsweisende Technologien wie die Photovoltaik öffnen. Die Photovoltaik muss als nachhaltige Industriebranche begriffen werden, die unseren Wohlstand durch rationelle Massenfertigung und Anwendungs-Know-how sichert. Sonst passiert uns das gleiche wie in den 80er Jahren bei der Computer- und Elektronikindustrie. Wir entwickeln die Grundlagen in der Forschung, die Japaner bauen eine Industrie dazu auf und verdienen das Geld."

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