Offshore

BSH genehmigt 48 Windräder vor Juist

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat einen weiteren Offshore-Windpark in der Nordsee genehmigt. In einer ersten Pilotphase kann die Enova aus Bunderhee 48 Windenergieanlagen errichten, die 39 Kilometer nördlich von Juist in Wassertiefen von etwa 30 Metern geplant sind.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Juist/Hamburg (ddp-nrd/sm) - Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat einen weiteren Offshore-Windpark in der Nordsee genehmigt. Wie BSH-Justitiar Christian Dahlke am Freitag in Hamburg sagte, können 39 Kilometer nördlich der Insel Juist in einer Pilotphase 48 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je fünf Megawatt errichtet werden.

Der 28 Quadratkilometer große Standort mit Wassertiefen von zirka 30 Metern erfülle die notwendigen Voraussetzungen dafür, dass weder die Sicherheit der Schifffahrt beeinträchtigt noch die Meeresumwelt gefährdet wird. Dahlke zufolge handelt es sich bei dem Projekt der Planungsfirma Enova aus dem ostfriesischen Bunderhee um den achten genehmigten Windpark außerhalb der Zwölf-Seemeilen-Grenze in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik. Insgesamt liefen beim BSH derzeit Verfahren für 27 Projekte in der Nordsee und fünf in der Ostsee.

Das Enova-Vorhaben sehe in der Ausbauphase weitere 238 Windkraftanlagen vor. Der entsprechende Antrag ruhe bis zur Vorlage der während der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse. Nach Enova-Angaben hat allein die Pilotphase ein Investitionsvolumen von etwa 500 Millionen Euro. Für die Entwicklung seien bislang acht Millionen Euro ausgegeben worden, sagte Geschäftsführer Helmuth A. Brümmer in Bunderhee. Der auf See produzierte Stromertrag entspreche dem jährlichen Energiebedarf von etwa 150 000 Vier-Personen-Haushalten.

Brümmer betonte, dass sein Unternehmen bereits mit der im Oktober 2004 nahe Emden erbauten ersten Nearshore-Anlage in Deutschland Windkraft-Geschichte geschrieben habe. Nach dieser nahe dem Deich stehenden Anlage folge nun der nächste große Schritt. Die Genehmigungsanträge für die Stromweiterleitung auf dem Festland seien bereits gestellt. Von einem Anlandungspunkt an der Küste sollten Erdkabel quer durch Ostfriesland zu einem Umspannwerk in Diele bei Weener verlegt werden.

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