Angefahren

Brunsbüttel nach Revision wieder ans Netz gegangen

Nach vierwöchigem Stillstand ist das nordrhein-westfälische Atomkraftwerk Brunsbüttel gestern wieder ans Netz gegangen. Zuvor wurden bei der jährlichen Revision 85 Brennelemente ausgetauscht. Zudem gab es umfangreiche Prüfungen, Instandhaltungsarbeiten und Änderungen zur Optimierung der Sicherheit.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Brunsbüttel (ddp-nrd/sm) - Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist nach der jährlichen Revision wieder ans Netz gegangen. Das Sozialministerium erteilte am Montagabend die Zustimmung zum Wiederanfahren des Kernkraftwerkes.

Während des etwa vierwöchigen Anlagenstillstands wurden 84 Brennelemente ausgetauscht, wie das Ministerium am Dienstag in Kiel mitteilte. Außerdem wurden umfangreiche Prüfungen, Instandhaltungsarbeiten und Änderungen zur Optimierung der Sicherheit vorgenommen.

In der Vergangenheit hatte es mehrfach Vorfälle im Kernkraftwerk Brunsbüttel gegeben. Nach einem Kurzschluss in der Eigenbedarfsversorgung stand es von Ende August bis Ende Oktober 2004 still. Zuvor war das Kernkraftwerk bereits für den Zeitraum von mehr als einem Jahr abgeschaltet, nachdem im Februar 2002 eine zerstörte Leitung im Sicherheitsbehälter entdeckt worden war.

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