Zusammenführung in eine Hand

Britischer Industriekonzern FKI plc übernimmt DeWind AG

Das an der Londoner Börse notierte und weltweit agierende Unternehmen FKI hat am Mittwoch die DeWind AG zu 100 Prozent übernommen. Der deutsche Windenergieanlagenproduzent wird Teil der FKI "Energy Technology Group", einer der weltgrößten Hersteller von Gasturbinengeneratoren. Mit FKI will DeWind den Sprung in die "Oberklasse der Windenergieanlagenhersteller" schaffen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Der an der Londoner Börse notierte britische Industriekonzern FKI plc hat am Mittwoch den deutschen Windenergieanlagenproduzenten DeWind AG zu 100 Prozent übernommen. FKI ist auf den Feldern automatisierte Verarbeitungsprozesse, Kran- und Hebemaschinen, Energietechnologien und sonstige Hardware tätig. DeWind wird Teil der FKI "Energy Technology Group", einer der weltgrößten Hersteller von Gasturbinengeneratoren mit einer im vergangenen Jahr ausgelieferten installierten Leistung von 12.000 MW.

Angesichts der Tatsache, dass der Schwerpunkt von FKI in der weltweiten Produktion, im Vertrieb sowie in der Errichtung industrieller Anlagen und Produkte liege, sei die Übernahme "ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der DeWind AG", sagte Vorstandsvorsitzender Hugo L. Schippmann. "Mit diesem Partner hat DeWind hervorragende Bedingungen geschaffen, um die Technologieführerschaft zu wahren und die Position am Markt deutlich auszubauen. Wir sind technologisch stark, und wir wollen am Markt stark vertreten sein", führte Schippmann aus.

Auf die DeWind AG kommen laut Schippmann in den kommenden Jahren "weitreichende Anforderungen" zu: "Wir werden die Produktionskapazitäten ausweiten, den Export verstärken, massiv in die Struktur und die Qualität unseres Services investieren und an der Weiterentwicklung unserer Technologie arbeiten. Und das mit Hochdruck!"

Es sei immer klar gewesen, dass DeWind den Sprung in die "Oberklasse der internationalen Windenergieanlagenhersteller" nur mit einem Partner schaffen könne, der über die notwendige internationale Präsenz und starke Reserven verfüge. Wichtiger Teil der Vereinbarung sei die Zusammenführung der Anteile in einer Hand. FKI wird deshalb 100 Prozent der Anteile der DeWind AG übernehmen. Darin inbegriffen sind die Anteile, die die MVV Energie AG (Mannheim) und der Berliner Venture Capital Geber bmp bislang an der DeWind AG gehalten haben.

FKI beschäftigte im Geschäftsjahr 2001 17.000 Arbeitnehmer. Der Konzern erzielte einen Gesamtumsatz von etwa 2,8 Milliarden Euro. FKI operiert von Standorten in Europa und Nord-Amerika aus auf allen Weltmärkten.

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