43,45 Euro

Brent-Rohöl nach zwölftägigen Abwärtstrend wieder teurer

Rohöl der Sorte Brent ist nach einem zwölftägigen Abwärtstrend gestern wieder teurer geworden. Händler sprachen von einer Konsolidierung, ein Analyst sagte, der Markt befinde sich nach den jüngsten Höchstständen inmitten einer längeren Korrekturphase nach unten.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

London (ddp/sm) - Die Preise für Rohöl der Sorte Brent haben nach einem zwölftägigen Abwärtstrend gestern wieder leicht angezogen. An der International Petroleum Exchange (IPE) in London notierte die Sorte um 16.40 Uhr MEZ für den Monat Januar im Parketthandel bei 43,45 US-Dollar je Barrel (Fass zu 159 Liter). Am Vortag waren es 0,41 US-Dollar weniger.

Händler sprachen von einer Konsolidierung. Das Auslaufen des schwachen Dezember-Kontraktes habe dem Markt die Möglichkeit gegeben, die Korrektur vor Bekanntgabe der US-Rohölbestandsdaten am Mittwoch zu vollziehen. Andere Marktteilnehmer erklärten den Anstieg mit einem Rückgang der Ölexporte aus dem Nordirak. Zudem habe der Iran die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) aufgerufen, die Förderung zu begrenzen, hieß es.

Ein Analyst sagte, der Markt befinde sich nach den jüngsten Höchstständen inmitten einer längeren Korrekturphase nach unten. Der Korbpreis für sieben Rohölsorten der OPEC war am Montag auf 36,11 je Barrel gesunken. Ende voriger Woche hatte er bei 36,96 Dollar gelegen. Wie die OPEC-Nachrichtenagentur Opecna weiter mitteilte, will die Organisation am 10. Dezember in Kairo über eine Anhebung des Preisbandes beraten.

Die Regeln des Preisbandmechanismus werden bereits seit Dezember 2003 nicht mehr befolgt. Danach müsste die Fördermenge um 500 000 Barrel pro Tag erhöht werden, wenn der Korbpreis an 20 Handelstagen in Folge über der oberen Preisgrenze von 28 Dollar je Barrel notiert. Umgekehrt sollte die Förderung um 500 000 Barrel pro Tag gesenkt werden, falls der Preis die Untergrenze von 22 Dollar an zehn Handelstagen in Folge unterschreitet.

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