Abbruch

Brennstoffzellen-Kraftwerk am Neckar wird nicht gebaut

Weil keine geeignete Mikroturbine gefunden wurde, wird das geplante Ein-Megawatt-Brennstoffzellen-Demonstrationskraftwerk auf dem EnBW Kraftwerksgelände in Marbach am Neckar nicht gebaut. Darauf einigten sich die EDF, Gaz de France, TIWAG, Siemens-Westinghouse, Siemens AG und EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Das geplante Ein-Megawatt-Brennstoffzellen-Demonstrationskraftwerk auf dem EnBW Kraftwerksgelände in Marbach am Neckar wird nicht gebaut. Darauf einigten sich die Konsortialpartner Electricité de France (EDF), Gaz de France (GDF), TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG, Siemens-Westinghouse (USA), Siemens AG (Deutschland) und EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Grund: Es konnte keine geeignete Mikrogasturbine gefunden werden, mit der die Realisierung des vorkommerziellen Brennstoffzellen-Kraftwerks innerhalb des vorgegebenen finanziellen und zeitlichen Rahmens erreicht worden wäre.

Ziel des amerikanisch-europäischen Demonstrationsprojekts war es, mit der Errichtung dieser ersten SOFC-Anlage (Solid Oxide Fuel Cell - Festoxid-Brennstoffzelle) im Megawattbereich entsprechende Erfahrungen für die Markteinführung der SOFC-Technologie zu sammeln und auszuwerten. Mit einer Mikrogasturbine sollte dabei die Brennstoffzelle unter Druck betrieben werden, so dass ein sehr hoher elektrischer Wirkungsgrad von fast 60 Prozent erreicht wird. Wegen seiner Bedeutung für die Energieversorgung der Zukunft wurde das Projekt vom amerikanischen Energieministerium Department of Energy (DOE) und der Europäischen Union finanziell gefördert.

Das Projekt-Konsortium will jedoch auch künftig weiter zusammenarbeiten um marktgerechte Produkte mit SOFC-Technologie zu entwickeln.

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