Termin steht noch nicht fest

Brennelemente-Transport nach Sellafield genehmigt

Antrag positiv beschieden: Die sechs Behälter aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim dürfen zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die am 25. Januar dieses Jahres beantragten Transporte von maximal sechs Behältern mit abgebrannten Brennelementen aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim zur Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield heute genehmigt.

Durch Auflagen in der Genehmigung werde sichergestellt, dass künftig die international festgelegten Grenzwerte für radioaktive Verunreinigungen auf der Oberfläche der Transportbehälter eingehalten würden. Dementsprechend seien konkrete Maßnahmen zur Kontaminationsvermeidung, Kontaminationskontrolle, Transportdokumentation und Meldepflichten festgelegt worden. Bei den Transporten werden Behälter vom Typ Excellox 6 eingesetzt.

Wann von der erteilten Genehmigung, die bis zum 31. Dezember dieses Jahres befristet ist, Gebrauch gemacht wird, liegt bei der Genehmigungsinhaberin, der Nuclear Cargo + Service GmbH und dem Kraftwerksbetreiber. Gemäß einer weiteren Auflage des BfS muss der konkrete Transporttermin mit den Innenministerien der vom Transport berührten Länder zeitig vor Transportbeginn abgestimmt werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom sparen

    Steigende Strahlenbelastung bei Brennelemente-Revision

    Eine Brennelemente-Revision geht mit einem Anstieg der Strahlenbelastung in der Umgebung des AKWs einher. Das wurde in der Antwort auf eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen an die niedersächsiche Landesregierung festgestellt. In Reaktion darauf wurde Besorgnis über eine verstärkte Gesundheitsgefährdung bei Revisionen geäußert.

  • Stromnetz Ausbau

    Bundesamt genehmigt Castortransport nach Gorleben

    Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat den Transport von elf Behältern mit hoch radioaktiven Abfällen nach Gorleben genehmigt. Wann die Castoren nach Gorleben kommen, ist noch unklar. Atomkraftgegner rechnen mit einem Transport im Herbst. Das wird jedoch nicht der letzte Transport aus La Hague sein.

  • Strompreise

    Strahlung in Sellafield und La Hague zu hoch

    Dem ARD-Politmagazin (Ausstrahlung: heute 21 Uhr ARD) REPORT Mainz liegen bisher unveröffentlichte Ergebnisse einer Studie vor, die die Strahlung in Sellafield und La Hague untersucht. Erschreckendes Ergebnis: Deutsche Grenzwerte werden in Sellafield um das zwanzigfache überschritten.

  • Stromtarife

    BfS genehmigt weitere Castor-Transporte zur Wiederaufarbeitung

    Das BfS hat weitere Transporte abgebrannter Brennelemente von Biblis, Brunsbüttel, Mülheim-Kärlich und Unterweser nach La Hague und Sellafield genehmigt.

  • Hochspannungsleitung

    RWE Power hält an der Option der Wiederaufarbeitung bis 2005 fest

    Im Gegensatz zu Berichten aus dem Bundesamt für Strahlenschutz, will der Essener Energiekonzern RWE bis 2005 Brennelemente transportieren.

Top