Standpunkt

Bremer-Energieinstitut prognostiziert steigende Strompreise

Der Chef des Bremer Energieinstituts, Wolfgang Pfaffenberger, prognostizierte auf dem Energie-Forum des Verbandes der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) steigende Strompreise durch den geplanten Ausstieg aus der Kernenergie und mangelnde Stromerzeugungskapazitäten.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Passau (red) - "Der geplante Ausstieg aus der Kernenergie und mangelnde Stromerzeugungskapazitäten werden die Strompreise tendenziell erhöhen", lautete das Fazit von Wolfgang Pfaffenberger, Leiter des Bremer Energieinstituts, beim Energie-Forum des Verbandes der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) in dieser Woche in Passau. Bei seinen Betrachtungen hatte Pfaffenberger aber nicht nur den deutschen Strommarkt im Blick.

Die Verknappung der Erzeugungskapazitäten sei kein deutsches, sondern ein europäisches Phänomen, so Pfaffenberger weiter. Dies wiederum sei eine Folge der Liberalisierung des Strommarktes und des damit verbundenen Wettbewerbdrucks. Somit bestehe ein großer Nachholbedarf für Investitionen auf allen Stufen der Energiemärkte. Vor diesem Hintergrund prognostiziert Pfaffenberger insgesamt steigende Beschaffungspreise, die sich durch den europäischen Stromhandel allerdings europaweit angleichen würden.

Die Kohlendioxid-Emissionen betreffend, sieht Pfaffenberger die wesentlichen Herausforderungen in China und USA, somit außerhalb der Länder, die den Kyoto-Prozess aktiv unterstützen. Für Deutschland prognostiziert er steigende Preise durch den geplanten Ausstieg aus der Kernkraft. Pfaffenberger: "Nach Abschaltung der Kernkraftwerke wird der Energiemix mehr Kohlendioxid verursachen." Ausgelöst durch den Emissionshandel werde dies zu steigenden Preisen führen.

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