Statistik

Braunkohle-Förderung fast konstant

Die Förderung von Braunkohle in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Wie der Deutsche Braunkohlen Industrie Verein (DEBRIV) jetzt in Köln mitteilte, wurden 2005 mit knapp 178 Millionen Tonnen 2,2 Prozent weniger Braunkohle als ein Jahr zuvor gefördert.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp/sm) - Dabei sei die Entwicklung in den einzelnen Revieren unterschiedlich gewesen. In der Lausitz sei das Vorjahresergebnis von 59 Millionen leicht übertroffen worden und im mitteldeutschen Revier sei die Förderung um etwa 5 Prozent auf rund 19 Millionen Tonnen gesunken. Im Rheinland habe sie um 3 Prozent auf gut 97 Millionen zugenommen und im Revier Helmstedt sei ein Rückgang auf etwa 2,1 Millionen Tonnen verzeichnet worden.

Mit einem Anteil von 11 Prozent am gesamten Energieverbrauch und 25 Prozent bei der Stromversorgung sei die Braunkohle auch im vergangenen Jahr der wichtigste heimische Energieträger gewesen, teilte der Branchenverband weiter mit. Den Angaben zufolge verminderten sich die Kohlendioxid-Emissionen aus Braunkohle in Deutschland zwischen 1990 und 2005 um mehr als 160 Millionen Tonnen. Das entspreche einem Rückgang um fast 50 Prozent. Dies sei wesentlich auf den Bau neuer effizienter und emissionsarmer Braunkohlenkraftwerke zurückzuführen.

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