Zukunft

Brandenburg setzt auf Energie aus nachwachsenden Rohstoffen

Mit der "Energiestrategie 2010" will Brandenburg den Einsatz von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen weiter vorantreiben. Agrarstaatssekretär Dietmar Schulze sieht insbesondere im Ausbau der Biogasproduktion Perspektiven, 2004 wurden in diesem Bereich 90 Millionen Euro investiert.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Bad Liebenwerda (ddp-lbg/sm) - Die brandenburgische Landesregierung will den Einsatz von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen in der Wirtschaft weiter vorantreiben. Die Zukunft in diesem Bereich habe bereits begonnen, sagte Agrarstaatssekretär Dietmar Schulze gestern auf einer Fachtagung in Bad Liebenwerda. Mit der "Energiestrategie 2010" des Landes werde die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien, speziell der Bioenergie, bestimmt.

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtenergieerzeugung im Land beträgt den Angaben zufolge acht Prozent und hat sich somit seit 1993 mehr als verdoppelt. Biomassekraftwerke und Windanlagen haben derzeit den deutlichsten Anteil daran. Große Perspektiven sieht Schulze im Ausbau der Biogasproduktion.

In Brandenburg gibt es unter anderem 14 Biomassekraftwerke, weitere sieben sind in Planung. Hinzu kommen 31 Anlagen zur Produktion von Biogas, 34 sind im Bau. Bis 2010 könnten es insgesamt 150 sein. Fast 90 Millionen Euro wurden allein 2004 in Biogaswerke investiert.

Mittlerweile wird mit 230 000 Tonnen rund ein Viertel des deutschen Biodiesels in der Mark produziert. Auch die Bioethanolproduktion aus Roggen, als Bestandteil für Treibstoffe, soll künftig in Brandenburg eine größere Rolle in der Energiegewinnung spielen.

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