Nimby-Phänomen

Brandenburg: Neuer Erlass für Windkraftflächen in Planung

Die Ausweisung neuer Windkraftflächen soll laut dem brandenburgischen Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) möglichst konfliktfrei erfolgen. Woidke wolle darauf dringen, dass künftig ein Mindestabstand von 1000 Metern zu Wohnhäusern eingehalten wird.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp/sm) - Wie Woidke am Mittwoch im Landtag sagte, wird bei der Errichtung neuer Anlagen ein Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung angestrebt. Am 5. März wolle er sich gemeinsam mit Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) und den Chefs der regionalen Planungsgemeinschaften dazu verständigen. Innerhalb der kommenden sechs Wochen solle eine Regelung gefunden werden.

Geprüft werde in diesem Zusammenhang, ob ein entsprechender Planungserlass möglich ist. Auf bislang ausgewiesene Gebiete hätte ein solcher Erlass allerdings keine Auswirkungen, sagte Woidke. Das Ministerium habe den Kommunen vorgeschlagen, neue Standorte für Windräder auszuweisen, die in Wäldern liegen, die keinen Schutzstatus haben. Ziel sei es, das Streitpotenzial innerhalb der Gemeinden "deutlich zu vermindern". Wenn Windräder in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnhäusern stehen, würden sie "als besonders störend empfunden".

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